Herbstwandern in der Schweiz: Die schönsten Routen für farbige Wälder

Frau in Belowzero Steppweste steht auf einer Wiese vor buntem Herbstwald

Es gibt diesen einen Moment im Herbst, an dem man aus der Haustür tritt, die Luft riecht anders, kühler, klarer, und man weiss einfach: Jetzt muss man raus. Genau dafür ist der Schweizer Herbst gemacht. Die Wege sind leerer als im Sommer, das Licht steht tiefer, und die Wälder verwandeln sich in ein Farbmeer aus Gelb, Orange und Rot. Wir haben ein paar unserer liebsten Herbstrouten zusammengetragen, quer durch die Schweiz.

Iseltwald bis Giessbach, Berner Oberland

Der Brienzersee zählt zu den meistfotografierten Orten der Schweiz, und das aus gutem Grund. Die Wanderung führt vom kleinen Dorf Iseltwald bis zum Giessbach-Wasserfall, entlang eines der schönsten Küstenabschnitte des Sees. Man geht am Ufer entlang, das türkisfarbene Wasser auf der einen Seite, die bunten Wälder auf der anderen. Kein Weg, der besonders lang ist, aber einer, der lange in Erinnerung bleibt.

Der alte Schwyzerweg

Wer etwas Geschichte in seiner Wanderung mag, sollte den alten Schwyzerweg ausprobieren. Der historische Saumweg führt über den Ibergeregg-Pass durch voralpine Landschaften, mit Blick auf den Talkessel von Schwyz und den Grossen Mythen. Man läuft auf Pfaden, die schon vor Jahrhunderten genutzt wurden, und hat dabei einen der schönsten Ausblicke der Zentralschweiz vor sich.

Chestenberg im Aargau

Nicht jede gute Wanderung braucht eine lange Anreise. Der Chestenberg im Aargau ist so ein Fall. Man startet am Bahnhof Schinznach-Bad und läuft durch Buchenwälder, deren Laub im Herbstlicht golden schimmert, mit je einem Schloss an beiden Enden der Route. Perfekt für einen Feierabend im Oktober, wenn man noch schnell raus will, bevor es dunkel wird.

Zwei Männer in funktioneller Belowzero Outdoor-Bekleidung für Herren in der Herbstlandschaft: Stehender Mann trägt eine beige Fleecejacke, dunkles Funktionsshirt und schwarze Shorts; sitzender Mann trägt ein dunkles Langarm-Funktionsshirt, eine helle Outdoor-Hose und eine schwarze Mütze.
Frau sitzt von hinten in einer beigen Belowzero Outdoor-Kapuzenjacke mit gesteppten Details und dunkler Mütze auf einer Wiese mit Blick auf Berglandschaft und See.

Bettmersee im Wallis

Rund um Saas-Fee und die Aletsch-Region verwandeln sich die Lärchenwälder im Herbst in etwas fast Magisches. Die Wanderung um den Bettmersee führt durch bunte Büsche und Bäume, die sich mit den ersten leichten Schneeauflagen der umliegenden Berge kombinieren. Wer noch etwas Zeit hat, verbindet die Route mit dem berühmten Aletschwald. Leuchtende Lärchen, Blick auf den Gletscher, so etwas vergisst man nicht schnell wieder.

Val Trupchun im Nationalpark

Für alle, die sich nach echter Wildnis sehnen, ist das Val Trupchun im Engadin ein guter Tipp. Man startet in S-chanf, läuft in den Wald hinein und folgt dann dem Höhenweg, bevor man den Fluss Ova da Trupchun über eine Holzbrücke überquert. Das Tal gilt als eines der wildesten im ganzen Nationalpark. Mit etwas Glück hört man im Herbst sogar die Hirsche röhren, mitten in der Brunftzeit.

Was auf keiner Herbstwanderung fehlen sollte

Der Herbst hat seine eigenen Regeln. Am Morgen ist es oft noch frisch, mittags kann die Sonne unerwartet stark wärmen, und dann wird es schon wieder früh dunkel. Am besten fährt man mit dem Zwiebelprinzip: Base-Layer, ein Midlayer für die kühlen Abschnitte, dazu eine wind- und wasserdichte Aussenschicht für den Fall, dass sich das Wetter dreht. Eine kleine Stirnlampe gehört in jeden Rucksack, für den Fall, dass man doch etwas länger unterwegs ist als geplant. Und feste Schuhe mit gutem Grip sind kein Luxus, sondern Pflicht. Nasses Laub kann auf den Wegen überraschend glatt werden.

Fazit

Man muss nicht weit fahren, um im Herbst etwas Schönes zu erleben. Ob ein kurzer Spaziergang durch den Buchenwald nach der Arbeit oder eine längere Tour im Engadin, die Schweiz hat für jeden Anspruch die passende Route. Zieh dir warme Schichten an, pack die Stirnlampe ein, und geh raus, solange die Blätter noch bunt sind.